
Beurteilungssystem für Vergabe von Krediten
Das Rating ist ein Beurteilungssystem für die Vergabe von Hypothekarkrediten. Fällt das Rating gut aus, profitiert der Kreditnehmer oft von günstigeren Zinskonditionen als bei einem "schlechten" Rating. Die Bank erwartet vom potentiellen Kreditnehmer eine offene Information auch über kritische Punkte.
Diese Aspekte werden unter anderem beim Rating eines Hypothekargesuchs geprüft:
- Verfügt der Kreditnehmer über ein nachhaltiges Einkommen?
- Wie ist der Kreditnehmer im Falle von Invalidität und Pensionierung versichert?
- Kann der Kreditnehmer seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen (Betreibungsauszug)?
- Ist es ein Neuerwerb oder ist der Kreditnehmer bereits Wohneigentümer?
- Wo befindet sich die Liegenschaft: In einem Geschäftsbereich, in einem Industrie- oder einem Wohnquartier?
- Ist das Objekt im Baurecht erstellt, steht es unter Heimatschutz oder befindet es sich in der Landwirtschaftszone?
- Wie ist der Zustand der Liegenschaft? Stehen wichtige Unterhaltsarbeiten an?
Bestehen ökologische Altlasten? - Muss der Käufer für den Unterhalt der Zufahrtsstrasse etc. aufkommen?
- Gibt es andere wertvermindernde Aspekte (Lärm, Wohnrecht, Einspracherechte eines Dritten beim Verkauf etc.)?
Aufgrund dieser Punkte erstellt die Bank das Rating, entscheidet über die Kreditwürdigkeit des Kunden, macht diesem ein Angebot für einen Hypothekarkredit oder lehnt das Gesuch ab.
Bevor man sich für eine Hypothek entscheidet, sollte man verschiedene Angebote prüfen. Wenn zwei Banken Ihre Kreditwürdigkeit unter die Lumpe nehmen, heisst das nicht, dass sie auch zum gleichen Ergebnis kommen müssen. Es können zum Beispiel unterschiedliche Auffassungen darüber bestehen, ob das Risiko bei neuen Wohneigentümern höher einzuschätzen ist als bei "erfahrenen" Eigentümern.
Quelle: Hausinfo, der Eigenheimratgeber



